Notunterkünfte in Lebensräume verwandeln

REFUGEE
OPEN CITIES

DIE AUFGABE

Die Grenzen sind geschlossen, Flüchtlingsheime werden in Brand gesetzt und rechte Parteien haben Oberwasser. Europa kommt mit der gegenwärtigen Zuwanderung nicht klar und die einzelnen Länder ziehen sich in ihre nationalen Schneckenhäuser zurück.

Deutschland hat bereits eine knappe Million Heimatvertriebene aufgenommen und bis 2020 werden noch weitere 3,6 Millionen zu uns kommen. Diese Migrationsbewegungen werden alsbald nicht aufhören. Hierfür müssen Lösungen gefunden werden.

Die Zeit ist reif um die kritischen Zustände in Notunterkünften, nationalistische Rhetorik und ineffiziente Bürokratie zu überwinden

UNSER LÖSUNGSANSATZ

Refugee Open Cities verwandelt Notunterkünfte in Lebensräume und initiiert gemeinschaftliche Lösungsansätze. Unser Ziel ist es die Neuankömmlinge willkommen zu heißen und ihre Potenziale zu fördern. Wir verfolgen einen ganzheitlichen und zugleich gemeinschaftlichen Ansatz im Umgang mit Migranten, der bislang noch nicht gedacht und gelebt wird. ROC setzt einen offenen Innovationsprozess in Gang,

um die Lebensumstände zu verbessern, ein gemeinschaftliches Verantwortungsbewusstsein zu schaffen und Brücken für eine gesellschaftliche Teilhabe zu bauen. Veränderung beginnt im Denken. Sie verwirklicht sich wenn wir Veränderung zulassen und unser Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Deshalb machen wir die Bewohner zu Akteuren in dem gesamten Prozess.

ES BEGINNT IN BERLIN

Mitten in Neukölln befindet sich eine Notunterkunft, in der 600 Heimatvertriebene - ein Viertel davon Kinder - auf vier Stockwerken in einem ehemaligen Warenhaus leben. In dieser Notunterkunft teilen sich acht Menschen ein Schlafraum.

Sie sind streng nach Sprache oder Religionszugehörigkeit getrennt. Viele warten mehrere Monate auf ihre Bescheide, in der Hoffnung irgendwann eigenen Wohnraum zu finden, ihre Familie nachzuholen und eine Arbeit zu finden.

UNSERE VISION

für 2017

Nächstes Jahr werden wir unsere Erfahrungen, Methoden und Lösungen unter anderen Voraussetzungen und an neuen Orten überprüfen. Voraussetzung ist, dass sich unser Vorgehen und unser Lösungsansatz auf andere Projekte und Krisensituationen übertragen lassen, um eine europaweite Bewegung und Skalierung zu forcieren. Wir werden unsere Best Practices in weiteren Notunterkünften implementieren und weiterhin

mit unseren Partnern, der lokalen Nachbarschaft und den Geflüchteten zusammenarbeiten und voneinander lernen. Im Rahmen von Schulungen, Workshops und Veranstaltungen wollen wir offen über unsere Erfahrungen berichten. Alle Ergebnisse dokumentieren und bewerten wir in einem Online-Toolkit, das wir anderen Organisationen und der öffentlichen Gemeinschaft frei zugänglich machen.

Vernetzung von Neuankömmlingen und der Nachbarschaft
Reaktivierung der Fähigkeiten der Neuankömmlinge zur Vermittlung auf dem lokalen Arbeitsmarkt (wir haben z.B. bereits Architekten, Tischler, Elektriker und andere Facharbeiter kennen gelernt)
Neuankömmlinge mit der lokalen Makerszene in Verbindung bringen um nachhaltige Open Source Produkte zu entwickeln und zu produzieren
Weiterbildung in akademischen, handwerklichen und sozialen Berufen um im Heimatland beim Wiederaufbau zu helfen

UNSERE PARTNER

Advocate Europe Deutschland
Ideenwettbewerb implementiert von MitOst, in Kooperation mit Liquid Democracy, und gefördert von der Stiftung Mercator.

Malteser Hilfsdienst e.V. Deutschland
Betreiber unserer "Prototyp"-Notunterkunft in Berlin, ggf. nationaler Partner

Anstiftung & Ertomis Deutschland
Fördert Freiräume und Infrastrukturen wie interkulturelle Gärten, offene Werkstätten und Open-Source-Projekte

Ashoka Innovationsfonds Integration Deutschland
Finanzierung von langfristigen Lösungen mit Wirkung

BMW Stiftung Herbert Quandt Deutschland
Unternehmensstiftung mit dem Ziel, gesellschaftliche Innovationen voranzutreiben

POLITGLOTT Deutschland
Soziales Unternehmen zur Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe

Earthship Biotecture weltweit
Das "radikal nachhaltiges Bauen" Netzwerk unterstützt uns bei allen Bauvorhaben

Quatorze Frankreich
Das Architekturkollektiv stellt Infrastruktur und bietet Weiterbildungen für Heimatvertriebene an

Universität der Künste Deutschland
Wir kooperieren mit Studenten um Alltagshacks und Design Thinking Sessions umzusetzen

morethanshelters Deutschland
Experten für alternative Architektur und nachhaltige Materialien für Notunterkünfte

Freifunk Deutschland
nicht-kommerzielle Initiative für freie Funknetzwerke

Tiny House University Deutschland
eine Welt in der Wohnen ein Menschenrecht ist. Überall. Für jeden.

Bildungswerk in Kreuzberg Germany
Fachliche und sprachliche Qualifikation für Menschen nicht deutscher Herkunft und von sozial Benachteiligten

UNSER TEAM

Open State ist Initiator und Träger des Projektes Refugee Open Cities. Wir entwerfen Reallabore in denen ökonomische, soziale und ökologische Alternativen getestet und neue Kulturmuster entwickelt werden. Dies erfolgt aus der Überzeugung, dass die komplexen Probleme unserer Zeit ein radikales Umdenken und eine Transformation überholter Systeme verlangen.

Open State wurde im Jahr 2012 als gemeinnützige Unternehmensgesellschaft gegründet und kooperiert mit internationalen Partnern und Communities. Unser Team besteht aus Makern, Designern, Campaignern und Organisationsentwicklern.